| Symphonic Orchestra – Silver Edition | |
Strings Sämtliche Aufnahmen besitzen eine sehr gute Qualität und wurden mit mehreren Mikrophonen für Close, Stage und Hall aufgezeichnet. Lobenswert ist, dass die Samples nicht zusammengerührt wurden sondern im Native Instruments Kontakt Player (gestattet nur das Abspielen der SO Samples) als einzelne Mikrophonsets geladen und nach eigenen Wünschen unterschiedlich stark in den Mix einbezogen werden können. Auch für Surround Produktionen sind die Sounds von SO sinnvoll einsetzbar. Allerdings ist SO nicht „zum Schnäppchenpreis“ erhältlich: die mit 68 GB wahrhaft ausgewachsene Platinum Variante schlägt mit 2995.00 Euro zu buche und die auf 15 GB abgespeckte Gold Version kostet immerhin noch $995.00. Ich habe die mit 2,4 GB kleinste Silver Edition unter die Lupe genommen, die Preislich mit $295.00 auch für Hobbymusiker eine Überlegung wert ist. Allerdings sind die Nachteile zu den großen Varianten für meinen Geschmack zu deutlich ausgefallen. Anstelle der 24 Bit Samples von Gold und Platinum stehen die Sounds nur in 16 Bit zur Verfügung. Besonders schmerzlich zu vermissen sind die getrennten Close, Stage und Hall Aufnahmen – es finden sich nur vermischte Sample Sets. Auch in Punkto Instrumenten-Vielfalt und Artikulation sowie Detailreichtum wurde stark abgespeckt. In der Folge kann das Steinway Klavier der Silver Edition gerade so mit der Einsteiger Klasse unseres Klaviervergleichstests mithalten. Besonders schlimm ist, dass einige Samples wie die der Alto Flute bei gehaltenen Tönen einen sehr deutlich hörbaren Loop-Bereich aufweisen. Es gibt aber auch positives zu vermelden. So strahlen die perucssion Sounds bereits in der Silver Edition eine fantastische Lebendigkeit aus: man wähnt sich fast live dabei zu sein. Ähnliches gilt für den erstklassigen Orgelsound, der jedoch die Rechenleistung meines Powerbooks (1,25 Ghz, 1,25 GB Ram) überfordert hat und erst nach Deaktivierung einiger in der Voreinstellung aktivierter Effekte sinnvoll genutzt werden konnte. Auch die Cello Sounds wussten mir sehr gut zu gefallen, obwohl die Streicher Sektion der Silver Edition insgesamt gesehen nicht zu überzeugen weis. Unter dem Strich ist die Silver Edition ein sehr günstiger Einstieg in die Welt eines Symphonie Orchesters. Wer nach den ersten Gehversuchen feststellt mit Orchester Musik gut arbeiten zu können wird sich über die sehr faire Upgrade Politik freuen: Die Silver Edition kann ohne Wertverlust in eine Gold- oder Platinum- Edition gewandelt werden – der Kaufpreis von Silver wird vollständig angerechnet! Fazit: Die Silver Edition von Symphonic Orchestra wurde zu stark abgespeckt und ist eher als Appetizer auf die Gold- und Platinum Edition anzusehen. Dank der mehr als fairen Upgrade Politik lässt sich SO Silver jedoch relativ günstig prüfen, ob man tatsächlich tiefer in die Welt der Symphonie eingestiegen möchte. Wer mit Kompakt nicht gerne arbeitet oder bereits einen anderen Sampler als Kontakt erworben hat, wird sich darüber ärgern, dass die Sounds von SO lediglich in Kontakt oder Kompakt geladen werden können. Sollen eigene Kompositionen gezielt mit einzelnen Orchester Instrumenten untermal werden, dann stehen mit spezialisierten Bibliotheken qualitativ hochwertigere und häufig auch günstigere Alternativen zur Wahl. Insbesondere Wizoo und VSL bieten einige sehr interessante Pakete an. Von VSL ist mit Opus1 und dem Orchestral Cube (93 GB, 3.400 Euro und 230 GB, 5.490 Euro) auch ein vollständiges „Symphonie Orchester“ Set der Superlative erhältlich. Preise / Bezug und weitere Infos Inlands-Vertrieb von Symphonic Orchestra: BestService.de Silver Edition, $295.00 / http://www.soundsonline.com/sophtml/details.phtml?sku=EW-161 Gold Edition, $999,00 / http://www.soundsonline.com/sophtml/details.phtml?sku=EW-160 Platinum Edition, $2995.00 / http://www.soundsonline.com/sophtml/details.phtml?sku=EW-155 Systemvoraussetzungen: 2.4 GB (Silver), 15 GB (Gold), 68 GB (Platinum) Minimal System: Mac OS 9.2, OS 10.2.6 or higher, G3 500 Mhz, 256 MB RAM Recomended: Mac OS 9.2, OS 10.2.6 or higher, G4 733, 1 GB RAM Um sämtliche Sounds mit Effekten nutzen zu können ist jedoch auch das Recomended System nicht ausreichend. Zumindest der Orgelsound überforderte mit Effekten mein Powerbook (1,25 Ghz, 1,25 GB Ram). Wer mehrere Instrumente gleichzeitig verwenden will, benötigt wohl einen G4 Dual ab 1 GHZ oder einen G5 um einigermaßen aus dem vollen schöpfen zu können. |